Tarifvertrag verdi gehaltstabelle

Die NEUE Gehaltsregelung sieht neue Formerfordernisse für All-in-Verträge vor, die eine detaillierte Aufschlüsselung enthalten müssen. Sie müssen die Höhe des Grundgehalts für die normale Arbeitszeit, die Höhe der Pauschalzahlung und die Bestandteile des Gehalts angeben (einschließlich, aber nicht beschränkt auf Überstunden an Sonn- und Feiertagen), ob Provisionen, falls vorhanden, verwendet werden, um andere Bestandteile des Entgelts zu decken, und wenn ja, welche und andere Bestandteile des Gehalts, wie z. B. spezielle Zuschläge und die Gesamtvergütung (mit Ausnahme der Arbeitnehmer, die Provisionen erhalten). Eine jährliche Deckungsberechnung ist obligatorisch und muss den Mitarbeitern im ersten Quartal des Folgejahres vorgelegt werden. Die acht Gehaltspläne für zwei Kategorien des OLD-Gehaltssystems wurden auf einen einheitlichen Gehaltsplan reduziert, der für alle Beschäftigten im Handelssektor in ganz Österreich gilt. Die sechs ehemaligen Beschäftigungsgruppen wurden auf acht (A bis H) aufgestockt, die allgemeiner und abstrakter formuliert sind. Das Anfangsgehalt wurde angehoben, und als Ausgleich wurde die Einkommenskurve abgeflacht. Heute gibt es nur noch fünf Gehaltsstufen (außer in den Beschäftigungsgruppen A und B), so daß innerhalb einer bestimmten Beschäftigungsgruppe nach drei, sechs, neun bzw.

zwölf Jahren nicht mehr als vier schrittweise Schritte möglich sind. Zur besseren Orientierung wurde jeder Beschäftigungsgruppe beispielhafte Referenzfunktionen (typische Tätigkeiten) auf Basis von sieben Arbeitsbereichen (Beschaffung, Vertrieb & Vertrieb, Kauf- & Verwaltungsdienstleistungen, Marketing & Kommunikation, Logistik, technischer Service, IT) zugewiesen. Das letzte Kriterium für die Einstufung ist jedoch die Beschreibung der Beschäftigungsgruppe mit Abgrenzungen nach dem Vorbild autonomer Arbeit, Verantwortlichkeiten, Genehmigungen, sozialer Kompetenzen, technischem Know-how und Qualifikationsanforderungen. Die NEW-Klassifikation unterliegt einem Verbot der Benachteiligung des Arbeitnehmers. Kein Mitarbeiter darf durch die NEW-Klassifikation und eine Meinungsverschiedenheit über die Einstufung benachteiligt werden. Die Rechtsansprüche eines Arbeitnehmers aufgrund seiner Umgliederung in das NEW-Gehaltssystem am Umstellungstag erlöschen (nur) nach Ablauf von drei Jahren. Die Beschäftigten der früheren Beschäftigungsgruppen 1 bis 6 müssen je nach Tätigkeit den Beschäftigungsgruppen A bis H im Rahmen des neuen Beschäftigungsgruppensystems zugeordnet werden. Sie werden im nächsthöheren Mindestlohn der jeweiligen Beschäftigungsgruppe im Tarifvertrag eingestuft, bei dem frühere Dienstjahre unerheblich sind – der Arbeitnehmer wird immer dem ersten Jahr der neuen Stufe zugeordnet. Solche Erhöhungen des Mindestlohns können auf bestehende (nicht zweckgebundene) Überzahlungen angerechnet werden.